Großbrand, Otterberg


B4 – Grundstufe

Einsatznummer: 036
Einsatzort: Fa. IDEAL Automotiv; Otterberg
Alarmierung: 21:32 Uhr
Dauer: 10 Stunden 28 Minuten
Einsatzleiter: VG Otterbach-Otterberg


Einsatzbericht:

Am 22.03.2020 kam es bei der Fa. IDEAL Automotiv in Otterberg (LK Kaiserslautern) zu einem Großbrand in der Produktions-/ lagerhalle des Automobilzulieferers. Zur Sicherstellung der Atemschutzreserve wurde der Gerätewagen-Atemschutz/Strahlenschutz (GW/AS) zur Einsatzstelle alarmiert. Das Fahrzeug, welches über 24 Pressluftatmer sowie weitere 24 Reserveflaschen und Lungenautomaten verfügt, löste den GW/AS des Landkreises Kaiserslautern nach 10 Stunden ab.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes kamen der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern sowie der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz des Donnersbergkreises ebenfalls zum Einsatz.

Von der Verbandsgemeinde Oberes Glantal war außerdem in der Nacht auf Montag die Feuerwehr Schönenberg-Kübelberg mit acht Atemschutzgeräteträgern an der Einsatzstelle eingesetzt.

(Bericht Verbandsgemeinde Otterberg)

Großbrand der Firma Ideal Automotive

Zwei große Gebäudeteile der Firma Ideal Automotive sind am Sonntag, den 22.März 2020 niedergebrannt.
Um 11.18 Uhr wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg von der Leitstelle über einen Brand in der Firma Ideal Automotive in Otterberg informiert. Bei der Anfahrt konnten die Feuerwehrleute keine Rauchsäule erkennen; sie mussten allerdings feststellen, dass in einem Lager im Bereich des Parkplatzes zum Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde ein größeres Feuer ausgebrochen war. In dem Lager werden Ballen aus Vliesstoffen aufbewahrt.
Schnell wurden weitere Kräfte aus dem gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde und des Kreis Kaiserslautern mit Kräften des Katastrophenschutzes zusammengezogen.
Aufgrund der extremen Hitze in dem Lager (800-1000 Grad) war es nicht möglich in das Gebäude zu gelangen, so dass die Feuerwehr mit Unterstützung von mehreren Drehleitern aus dem Kreis Kaiserslautern das Feuer von außen bekämpfen musste. Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs unterstützte die amerikanische Feuerwehr den Einsatz mit größeren Tankfahrzeugen. Auch aus dem Donnersbergkreis kamen weitere Unterstützungskräfte, um erschöpfte Einsatzkräfte austauschen zu können.
Am Nachmittag stürzte die Hallendecke ein und die massiven Betonwände bogen sich nach außen, so dass akute Einsturzgefahr drohte. Über das Dach übersprang das Feuer einen Brandabschnitt und gelangte in eine weitere Halle.
Am Nachmittag kämpften 150 Feuerkameradinnen und -kameraden darum eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Über andere Hallenteile näherten sich die Feuerwehrleute einer Brandwand hinter der das Feuer mit großer Hitze tobte. Ein Abschnittsleiter erklärte, dass er noch nie gesehen habe, dass sich ein massives Stahltor unter der Hitze so verbogen habe. Um 20 Uhr gab es eine erste Erfolgsmeldung. Der Feuerwehr war es gelungen ein weiteres Überspringen des Feuers zu verhindern.

Mit Stand 20 Uhr waren ca. 30 bis 40 Prozent der Firma niedergebrannt. Die Löscharbeiten werden die ganze Nacht und voraussichtlich auch am Montag weiter fortdauern.
Bürgermeister Westrich erklärte, dass dies ein schwerer Schlag für die Stadt Otterberg und die Arbeitsnehmer der Firma sei. Den Schaden schätzte er nach Rücksprache mit der Firmenleitung auf über 30 Millionen Euro. Er dankte den Einsatzkräften und der Einsatzleitung für die hervorragende Arbeit und übermittelte auch den Dank der Beigeordneten des Landkreis Kaiserslautern, Gudrun Heß-Schmitt, die ebenso wie der Landrat ständig über den Einsatzverlauf unterrichtet wurden.
„Eine wahnsinnig gute Teamleistung wurde hier gezeigt. Es gab zwischen allen Kräften aus den beteiligten Landkreisen, den Katastrophenschutzeinheiten, den Drohnenpiloten, dem brandschutztechnischen Bediensteten der Kreisverwaltung ein professionelles und genau abgestimmtes Zusammenwirken,“ so Bürgermeister Westrich.

 


Einsatzmittel VG Oberes Glantal:

Glan-Münchweiler FEZ
(Feuerwehreinsatzzentrale)
Glan-Münchweiler 56
(Gerätewagen Atemschutz / Strahlenschutz)
 
 

Weitere Einsatzmittel:




© Feuerwehr Glan-Münchweiler